Mehr zu mir (Blog, Workshop-Kalender, Bilder und Video-clips) findet sich auf meiner eigenen Homepage: www.joerghassmann.com

 

Jörg Hassmann – Tänzer (geb. 1970, lebt in Berlin)

Meine Profession und Passion ist es zu tanzen und den Tanz mit anderen zu teilen. Das ist es, was ich tue, wenn ich unterrichte, performe, schreibe und Events organisiere.

Contact Improvisation war der Ausgangspunkt für meine Tanzleidenschaft im Jahr 1992. Recht bald trieb es mich auf die Bühne mit Tanz- und Theaterstücken, fest choreographiert oder mit Improvisation als Bühnenkunst. Anatomie basierte Studien, zeitgenössischer Tanz, Ideen des Body Mind Centering (BMC), Capoeira, das Wesen von Spiel und die grundsätzliche Faszination für forschendes Lernen sind die Haupteinflüsse für meine Arbeit. Ich erhielt wegweisende Inspirationen von Lilo Stahl, Julyen Hamilton, Frey Faust und David Zambrano. Noch mehr habe ich von den wunderbaren Menschen gelernt, mit denen ich zusammen unterrichte wie Mirva Mäkinen, Christine Mauch und Daniel Werner. Mein wichtigster Lehrer wird aber vermutlich das Tanzen und Unterrichten bleiben und ich hoffe noch lange in der glücklichen Situation zu sein weltweit zu unterrichten.

1995 fing ich an zu unterrichten, zuerst Bewegungstechnik & Improvisation, später auch Theaterimprovisation bis ich meine wichtigste Passion im Unterrichten von Contact Improvisation entdeckte. 2007 begann ich mit Daniel Werner CI Fortbildungen in Berlin anzubieten, wo wir unseren systematischen Ansatz entwickelten CI Technik zu verstehen und zu vermitteln.

Performances waren ein wesentlicher Teil meiner Praxis bis 2007 mit mehr als 300 Auftritten. Ich gewann sogar einmal einen ersten Preis mit einem CI basierten Duett zusammen mit Jenny Haack in Kalisz/ Poland. Noch immer beschäftigt mich die Frage wie es möglich ist Menschen zu erreichen und hoffentlich zu berühren mit meinem Tanz auch wenn sie mir nur zuschauen. Diese Frage treibt mich immer mal wieder auf die Bühne mit improvisierten Sets und teilweise abendfüllenden Performances meist in Verbindung mit Festivals oder Workshops.

Als künstlerischer Leiter bin ich engagiert im Organisieren des Contact Festivals 'contact-meets-contemporary' in Göttingen (www.contact-meets-contemporary.de). Eine grosse Gruppe von Lehrern, Musikern und Teilnehmern kommt dort zusammen. Es fasziniert mich herauszufinden, wie ein gemeinsames Momentum entstehen kann, um in den Tanz einzutauchen, ihn zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Und das in einer Weise, die Raum gibt für individuelle Bedürfnisse und Neugierden. Mit dieser Intention unterstützte ich viele Jahre als Mentor (und Lehrer) auch das Contact Festival in Madrid (www.estudio3.org).

Mein Bedürfnis über Tanz zu schreiben überfiel mich 2004 als mir jemand ein altes Notebook schenkte während ich in Boulder/ USA tanzte und unterrichtete. Das Schreiben hilft mir zu klären, welche tieferen Motivationen meinem tänzerischen Tun zugrunde liegen. Sehr deutlich profitiere ich dabei von meinen Jahren an der Uni, wo ich mich mit den sehr gegensätzlichen Welt- und Menschenbildern der Biologie und Theologie auseinandersetzte.

Das Schreiben ist mir zu einer weiteren Möglichkeit geworden meinen Tanz mit andern zu teilen, insbesondere meinen Kollegen und Schülern. Ich erlebe den Tanz als recht widerständig, wenn es darum geht ihn in fixe Worte zu pressen. Daher gesellen sich zu meinem eher analytischen Stil immer wieder poetische Bilder und Momente – wohl geschuldet der Tatsache, dass das Wesentliche des Tanzes nicht in Worte zu fassen ist.

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